Zahlen, bitte! Singlehaushalte im D-A-CH-Raum
Die Anzahl der Singles nimmt seit vielen Jahren zu. In wenigen Jahren könnten wir zumindest in den Städten sogar die Mehrheit stellen. Droht also das Ende der bürgerlichen Familie, wie konservative Medien befürchten? Oder Erleben wir einfach die Neuauflage eines Normalzustands, der sich durch die Jahrhunderte zieht? Hier ein paar Betrachtungen zum Thema.
Es geht ein Gespenst um in Europa. Sein Name ist Single.
Es geht wieder mal ein Gespenst um in Europa. Doch dieses Mal ist es nicht der Kommunismus, es ist der Single. Jener Mensch, der sich der Paarung und dem Kinderkriegen verweigert und damit das konservative Ideal der Familie als Keimzelle der Gesellschaft in Frage stellt – und das Bismarck’sche Konstruktionsprinzip der Sozialversicherung gleich mit.
Seit vielen Jahren heiraten die Menschen immer später, wenn sie dies überhaupt tun, dafür gehen die Scheidungsziffern steil in die Höhe. Immer weniger Menschen sind bereit, sich dauerhaft zu binden, das Singleleben wird das neue Normal. Dies trifft vor allem auf Städte und junge Menschen zu, wo mehr als zwei Drittel der Menschen bereits ohne Partnerin oder Partner leben.
Die Ursachen dafür sind schnell benannt. Längere Ausbildungszeiten, der Wegfall der Notwendigkeit, mit der Heirat eine Versorgungsbeziehung einzugehen, und wachsende Individualisierung stehen auf der einen, notwendige Flexibilität am Arbeitsmarkt, fehlende Betreuungsplätze und Kosten der Elternschaft auf der anderen Seite der Medaille.
Dazu kommt eine wachsende Aufgabenüberfrachtung des Partners oder der Partnerin, die nicht nur Gatte oder Gattin, Vater und Mutter, sondern auch noch ideale SexpartnerIn, besteR FreundIn, Kummerkasten und so weiter sein soll, wie dies Ulrich Beck beschrieben hat. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen ihr Heil in der PartnerInnenlosigkeit suchen.
Beim näheren Hinschauen ist der Trend aber keinesfalls so eindeutig. Und historisch einzigartig ist die Entwicklung obendrein nicht.

Was die Statistik über Singles verrät – und was sie verschweigt
Im Jahr 1991 gab es in Deutschland 11,4 Millionen Einpersonenhaushalte, 2024 bereits gut 17,0 Millionen – das ist eine Zunahme von mehr als 50 Prozent in gut drei Jahrzehnten. In mehr als einem Fünftel der Wohnungen lebt aktuell nur noch eine Person, in den großen Städten bereits um die Hälfte.
Auch in Österreich und der Schweiz ist der Trend zu Einpersonenhaushalten ungebrochen. 2024 wohnten in der Alpenrepublik 1,6 Millionen Menschen allein, das sind 17,8 Prozent der Bevölkerung. 20 Jahre zuvor lag der Anteil der Alleinlebenden noch bei 14,6 Prozent. Bei den Eidgenossinnen und Eidgenossen lebte Ende 2024 in etwas mehr als einem Drittel der Haushalte nur eine Person (37,3 Prozent).
Länderspezifische Unterschiede
Schaut man genauer hin, zeigen sich länderübergreifend allerdings einige Unterschiede. Der erste findet sich bei den Altersgruppen. Ältere Menschen leben besonders häufig allein: In der Altersgruppe 65 plus wohnte gut jede dritte Person in Deutschland, Österreich und der Schweiz allein (34,0 Prozent), bei den mindestens 85-Jährigen war es mehr als jede zweite (56,0 Prozent). Diese Zahlen werden – bedingt durch die steigende Lebenserwartung – weiter zunehmen.
Aber auch das andere Ende des Altersspektrums weist einen hohen Single-Anteil auf: In der Kohorte der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren liegt er in den drei deutschsprachigen Ländern bei 44 Prozent, bei jungen Männern sogar über 60 Prozent. Grund dafür ist die noch andauernde Phase der beruflichen Orientierung und persönlichen Entwicklung zwischen Elternhaus und möglicher eigener Familiengründung.
Bis Mitte des Jahrhunderts könnte fast jeder zweite Haushalt im D-A-CH-Raum ein Einpersonenhaushalt sein. Das ist kein Ausreißer – das ist die neue Normalität.
Städte ziehen Singles an
Zwischen Stadt und Land bestehen ebenfalls beträchtliche Unterschiede: In Hamburg und Berlin führt etwas mehr als jeder zweite Privathaushalt ein Single. Im Kontrast dazu: In Rheinland-Pfalz ist nur jeder dritte Haushalt ein Einpersonenhaushalt. In Österreich ist wenig überraschend Wien die Single-Hochburg mit einem Anteil von 44 Prozent. Die wenigsten Singles sind im Burgenland, in Oberösterreich und Salzburg zu finden.
Allerdings haben in Österreich auch die eher weniger urbanen Bundesländer Kärnten und Vorarlberg einen überdurchschnittlich hohen Singleanteil. Das gleiche Bild zeigt sich in der Eidgenossenschaft. Hier hat die Zentralschweiz einen Anteil von 33 Prozent Singles an der Gesamtbevölkerung, im Raum Zürich sind es um die 30, in der Ostschweiz rund 25 Prozent.
Der europäische Vergleich
Zieht man den europäischen Vergleich, liegen die deutschsprachigen Länder im oberen Bereich. Nur in Litauen (27,0 Prozent), Finnland (25,8 Prozent), Dänemark (24,1 Prozent) sowie Estland (22,3 Prozent) und Schweden (22,2 Prozent) wohnten im EU-Vergleich noch mehr Menschen allein. Am anderen Ende der Skala: In der Slowakei (3,5 Prozent), Irland (8,1 Prozent), Polen (8,8 Prozent) und Zypern (9,9 Prozent) war es deutlich weniger – der Durchschnitt in der EU liegt bei 16,2 Prozent.
Und die Entwicklung scheint unaufhaltsam: Prognosen zufolge wird die Zahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts auf mehr als 19,3 Millionen anwachsen, die der Haushalte insgesamt auf knapp 43 Millionen – der Anteil der Alleinlebenden steigt also auf etwa 45 Prozent. Ähnlich sieht es in den Nachbarländern aus. In Österreich wird ein Anteil von 43,6 Prozent der Wohnbevölkerung erwartet, in der Schweiz knapp 40 Prozent.
Was sagen diese Zahlen wirklich aus?
Wer in einem Einpersonenhaushalt lebt, ist indes nicht automatisch Single – so naheliegend dieser Schluss auch ist. Ebenso wenig sind alle keine Singles mehr, die sich den Hausstand mit anderen teilen.
Da sind zum einen die 2,8 Millionen Alleinerziehenden, die der Mikrozensus von 2024 angibt. Alleinerziehende führen oft Einpersonenhaushalte im Sinne von: nur ein Erwachsener. Aber sie leben nicht allein. Ihre Kinder sind Teil ihres Haushalts, statistisch wird dies jedoch anders erfasst.
Dann gibt es Menschen, die trotz Beziehung zwei getrennte Haushalte führen. Dieses »Living Apart Together« (LAT) erfolgt aus Gründen wie beruflicher Flexibilität, dem Wunsch nach Autonomie oder einfach der Erkenntnis, dass diese Lebensform für sie funktioniert. Auch sie führen statistisch Einpersonenhaushalte – aber sind keine Singles im klassischen Sinne.
Der Lebensentwurf Partnerschaft und Familie ist für immer weniger Menschen verbindlich.
Gerade junge Menschen leben oft in Wohngemeinschaften – nicht allein, aber sie bilden auch keinen klassischen Mehrpersonenhaushalt im Sinne einer Familie. Dasselbe gilt für die wachsende Zahl der Menschen, die sich aus pragmatischen Gründen bis hinein ins Seniorenalter zu Wohngemeinschaften zusammenschließen. Statistisch werden sie oft anders gezählt als traditionelle Haushaltsformen.
Dann sind da noch die pendelnden Menschen, die unter der Woche in einer Stadtwohnung leben und am Wochenende bei der Familie sind; diese können statistisch als zwei Haushalte gezählt werden – die Wohnung für die Arbeitstage dürfte in der Regel der Einpersonenhaushalt sein.
Dazu kommen – last not least – vorwiegend junge Erwachsene, die noch bei ihren Eltern wohnen und nicht in einer festen Partnerschaft leben, Menschen, die in Übergangsphasen bei Freundinnen oder Freunden unterkommen, sowie Menschen in Gemeinschaftsunterkünften – zu denen auch Alten-, Behinderten- und Pflegeheime zählen.

Was die Zahlen über gesellschaftlichen Wandel verraten
Dennoch erzählen uns die Zahlen etwas über unsere Gesellschaft: dass Wandel geschieht und dazugehört, Anpassung an der Tagesordnung ist – und eine Weiterentwicklung auch schon mal die Zeit zurückdreht.
Individualisierung als Megatrend
Der kontinuierliche Anstieg der Einpersonenhaushalte ist Ausdruck einer weitreichenden gesellschaftlichen Veränderung. Dabei bedeutet zunehmende Individualisierung nicht zwangsläufig Vereinzelung, sondern mehr Wahlfreiheit in Bezug auf Lebensformen. Damit wächst gleichzeitig die Notwendigkeit, Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen, weil hergebrachte Rollenvorstellungen an Bedeutung verlieren.
Mit dem Wegfall der Verbindlichkeit wächst auch die Unsicherheit, und vor diesem Hintergrund wird die Sehnsucht nach einer vermeintlich heilen Welt im Früher verständlich. Gemeint ist die Zeit vor nicht einmal zwei Generationen, als der Lebensweg weitgehend vorgezeichnet war: Der Mann machte eine Ausbildung und trat zeitig ins Berufsleben ein.
Frauen hingegen mussten keinen Beruf erlernen, weil für sie der Weg in die Rolle der Ehefrau vorgezeichnet war. Wo der Mann mit der Heirat in die Rolle als Versorger seiner Gattin und der Kinder trat, kümmerte sie sich um Haushalt und Aufzucht der Kinder. Für Scheidungen war allein der Tod zuständig.
Doch dieser Lebensentwurf ist für immer weniger Menschen verbindlich. Bei immer mehr hingegen löst er Panik und Fluchtreflexe aus. Das Singledasein ist eine der möglichen Antworten – sei es temporär oder dauerhaft.
Individualisierung bedeutet nicht Vereinzelung. Sie bedeutet Wahlfreiheit – und die Pflicht, von dieser Freiheit Gebrauch zu machen.
Der Wertewandel wälzt alles um
Der Wertewandel, wie ihn Ronald Inglehart auf Basis des World Values Survey beschrieb, wird oft als Wandel von Pflicht- und Akzeptanzwerten hin zu Selbstentfaltungswerten charakterisiert. Seine wesentlichen Ursachen:
- Wachsender Wohlstand: Nach 1945 führten wirtschaftliche Sicherheit und der Ausbau des Sozialstaats dazu, dass existenzielle Bedürfnisse gestillt wurden. Menschen konnten sich der Befriedigung anderer Bedürfnisse zuwenden.
- Technologische Innovationen: Neue Technologien und Medien verändern die Art, wie Menschen interagieren, kommunizieren und Informationen austauschen, was neue Wertvorstellungen prägt.
- Bildungsexpansion: Die technische Entwicklung fordert besser ausgebildete Menschen. Das verlängert die Ausbildungszeiten und verlagert Berufseinstieg und Entscheidungen wie Heirat und Kinder nach hinten. Höhere Bildungsniveaus führen zum Hinterfragen traditioneller Werte.
- Säkularisierung: Die abnehmende Bedeutung von Religion und Kirche führt zu einer Neubewertung von Lebensbereichen. Wo traditionelle Vorstellungen an Bedeutung verlieren, öffnen sich individuelle Gestaltungsspielräume.
- Aufkommen des Postmaterialismus: Diese Entwicklungen verschoben den Fokus von materiellen Werten (Besitz, Ordnung, Sicherheit) hin zu postmaterialistischen Werten (Selbstentfaltung, Partizipation, Umweltschutz).
- Emanzipation und Individualisierung: Der Wandel zur Gleichberechtigung der Geschlechter und der Wunsch nach individueller Selbstverwirklichung verdrängen starre Rollenbilder.
- Veränderte Familienstrukturen: Wo traditionelle Familienstrukturen nicht mehr die einzige Lebensform sind, heiraten Menschen später oder nie. Scheidungen sind häufiger, weil sie auch ökonomisch risikoloser werden.
- Globalisierung und kulturelle Verschmelzung: Die zunehmende Vernetzung ermöglicht einen intensiven Austausch von Ideen, Werten und Lebensstilen, was zu neuen Wertehybriden führt.
- Ökonomische Unabhängigkeit: Die Emanzipationsbewegung der Frauen führte zu wachsender Teilhabe am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt – und damit zu wachsender ökonomischer Eigenständigkeit.
- Urbanisierung und Mobilität: Städte bieten eine Infrastruktur, die Alleinleben erleichtert. Gleichzeitig ziehen berufliche Mobilität und Flexibilitätserfordernisse Menschen in Städte, oft zunächst ohne Partner oder Familie.
- Generationenwechsel: Werte werden primär in der Kindheit und Jugend geprägt. Neue Generationen bringen andere Lebenserfahrungen mit, was zu einer graduellen Ablösung alter Werte durch neue führt.
Dieser Wertewandel ist ein vielschichtiger Prozess, der auch seine Risiken birgt: 29,0 Prozent der Alleinlebenden waren armutsgefährdet – fast doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung (15,5 Prozent). Fixkosten für Wohnen, Energie und Versicherungen lassen sich nicht proportional teilen – ein ökonomischer Nachteil, den man als »Single-Steuer« bezeichnet.
Ein Blick zurück nach vorn
Der Abgesang auf die bürgerliche Familie verdeckt zudem, dass das Singleleben über viele Jahrhunderte hinweg die Daseinsform für die meisten Menschen war – und die Ehe kein Resultat endloser Liebe, sondern handfester politischer und ökonomischer Interessen.
Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde zwischen ehefähigen und nicht ehefähigen Personen unterschieden. Wer weder über Vermögen noch Wohnung verfügte, durfte nicht heiraten. Gleiches galt für Soldaten, Tagelöhner, Knechte und Mägde, bis weit ins 19. Jahrhundert hinein auch Angehörige des Industrieproletariats.
Und selbst, wer Haus und Hof hatte, brauchte für eine Heirat die Erlaubnis des Landesherrn. Die Chance zu heiraten lag für Männer wie Frauen etwa bei 50 Prozent. Der Rest ging als Single durchs Leben.
Individualisierung bedeutet nicht Vereinzelung. Sie bedeutet Wahlfreiheit – und die Pflicht, von dieser Freiheit Gebrauch zu machen.
Dazu kommt, dass Ehen selten aus Liebe geschlossen wurden. Meistens standen handfeste ökonomische, oft auch politische Interessen im Spiel. In Adelskreisen war es eher die Regel als die Ausnahme, die eigenen Nachkommen bereits im Kindesalter so zu verheiraten, dass Macht und Einfluss des eigenen Geschlechts zunahmen.
Die Liebe kam auch vor – aber wenn, dann eher außerhalb der Ehe. Denn so sehr diese ein Zweckbündnis war, so wenig exklusiv war sie eben auch. Außereheliche Beziehungen waren nicht nur im Adel, sondern auch im Bürgertum verbreitet, und einige Mätressen – etwa Madame de Pompadour – gelangten durch ihre Verbindungen zu Macht und Einfluss. Die Ehen hielten, solange sie ihren Zweck erfüllten. Danach wurden sie – wo möglich – aufgelöst.
Und der Bund vor Gott, der die Ehe einzig und unauflöslich macht? Er ist Folge einer Entwicklung, die im 12. Jahrhundert begann und um 1875 ihren Abschluss fand. Sukzessive wurde das häusliche Hochzeitszeremoniell in die Kirche verlagert und dort situiert. Durch die Sakramentalisierung erhielt die Ehe eine neue Qualität: Unauflöslichkeit in Analogie des Verhältnisses der Kirche zu Christus. Kein Wunder, dass diese Institution bröckelt, seit der Einfluss der Kirche abnimmt.

Das Wichtigste zuletzt
Mit der Freiheit, die aus dem Wertewandel folgt, schwindet gleichzeitig die Sicherheit. Wie Ulrich Beck schreibt, ist Freiheit nicht nur »Freiheit zu«, sondern immer auch eine »Freiheit von«. Wo Vorgaben wegfallen, müssen eigenständige Entscheidungen getroffen werden – eine davon ist die für ein Singleleben. Was wir brauchen, ist ein differenzierter Blick, der anerkennt:
- Alleinleben kann Wahlfreiheit bedeuten.
- Es kann aber auch Einsamkeit bedeuten.
- Das Singleleben kann temporär oder dauerhaft sein.
- Es kann mit Partnerschaft vereinbar sein.
- Alles zu leben ist eine Entscheidung, die bewusst getroffen werden kann.
- Und es ist eine Entscheidung, die niemals irreversibel ist.
Am Ende zählt nicht, in welcher Spalte der Statistik du auftauchst. Am Ende zählt, ob du ein Leben führst, das sich richtig anfühlt – allein oder zu zweit, im Einpersonenhaushalt oder anderswo.
Hast du dein Alleinleben bewusst gewählt – oder hat es sich ergeben? Und was hat sich dadurch für dich verändert?
Quellen
Beck, Ulrich: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1986 – Becks einflussreiches Werk beschreibt, wie moderne Gesellschaften den Einzelnen aus traditionellen Bindungen herauslösen und ihn gleichzeitig mit neuen Risiken und Entscheidungszwängen konfrontieren. Für Beziehungen bedeutet das: Die Partnerschaft wird mit immer höheren Erwartungen beladen, während ihre institutionelle Verbindlichkeit schwindet.
Destatis (Statistisches Bundesamt): Alleinlebende – Deutschland über dem EU-Durchschnitt. 2025 – Setzt die deutschen Zahlen zu Einpersonenhaushalten in den europäischen Kontext und zeigt das deutliche Nord-Süd- und West-Ost-Gefälle innerhalb der EU.
Gonzalez Avilés, Tita: Das Singleleben im Wandel der Zeit: Warum Jugendliche heute zufriedener sind. The Inquisitive Mind, 2024 – Analysiert veränderte Einstellungen junger Menschen zum Singleleben und zeigt, dass Alleinleben in jüngeren Generationen zunehmend als bewusste Lebensphase erfahren wird.
Inglehart, Ronald: Wertewandel. Grundlagenforschung ab den 1970er-Jahren, dokumentiert im World Values Survey – Ingelharts Kernargument: Mit wachsendem Wohlstand und Sicherheit verschieben sich gesellschaftliche Prioritäten von materiellen Werten hin zu postmaterialistischen wie Selbstverwirklichung und Partizipation.
o. V.: Eine kurze Kulturgeschichte der Ehe. evangelisch.de, o. J. – Kompakter Überblick über die historische Entwicklung der Ehe – von der ökonomischen Zweckgemeinschaft zur romantischen Liebesehe und schließlich zum kirchlichen Sakrament.
Statista: Singles – Statistiken und Fakten. 2025 – Bündelt Mikrozensus-Daten des Statistischen Bundesamts und Prognosedaten für Deutschland, Österreich und die Schweiz zur Entwicklung der Einpersonenhaushalte.
Statista: Statistiken zu Beziehungen und Partnerschaft in der Schweiz. 2025 – Aktuelle Einzelländer-Daten zur Entwicklung der Einpersonenhaushalte in der Schweiz.
Statista: Statistiken zu Beziehungen und Partnerschaft in Österreich. 2025 – Aktuelle Einzelländer-Daten zur Entwicklung der Einpersonenhaushalte in Österreich.
Statistica Austriaca: Zahl der Alleinlebenden auf 1,6 Millionen gestiegen. 2025 – Österreichische Statistikbehörde: Dokumentiert den anhaltenden Trend zum Einpersonenhaushalt in Österreich.
Tagesschau: Millionen Deutsche sind armutsgefährdet. 2025 – Stützt sich auf Daten des Statistischen Bundesamts und zeigt, dass Alleinlebende strukturell stärker von Armut bedroht sind als Mehrpersonenhaushalte.
Alle verlinkten Quellen wurden im Juni 2026 abgerufen. Die Inhalte geben den Stand der wissenschaftlichen Diskussion zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.
Foto von Christopher Burns, Arnav Pratap Singh, A. C. und laura adai auf Unsplash

Ich lebe seit Jahrzehnten als Single – nicht aus Mangel, sondern weil es sich irgendwann einfach richtig angefühlt hat.
Mit Singleleben will ich einen Ort schaffen, an dem das Alleinsein als eigenständige Lebensform ernst genommen wird: keine Ratschläge, keine Übergangsphase, keine aufgesetzte Positivität – sondern ehrliche Auseinandersetzung mit allem, was dazugehört.
Schreib mir, kommentiere, bring dich ein – diese Community lebt von den Menschen, die sie mitgestalten.
Foto von Isabel Nunes-Šaj

Schreibe einen Kommentar