Christian Schroff

Ich wurde 1968 in Konstanz geboren. Nach Abitur und Zivildienst habe ich Soziologie und Politologie studiert – zunächst in meiner Heimatstadt, dann in Leipzig. Dass es dazu kam, war eher Zufall: Ich habe einen Menschen kennengelernt, der das studierte – und wusste sofort: Das will ich auch!! Ich war politisch interessiert und wollte wissen, wie Gesellschaft funktioniert, wie Menschen zusammenfinden und miteinander agieren. Das hat – in Teilen – funktioniert. Oder anders formuliert: Es ist ein Weg, auf dem ich mich nach wie vor befinde.

Beruflich habe ich schon einiges ausprobiert: Ich habe Briefe erfasst, in der Altenpflege gejobbt, als Dozent in der beruflichen Erwachsenenbildung gearbeitet, Schulungs- und Coachingkonzepte entwickelt, mich in die Aufgabenfelder Datenschutz und Qualitätsmanagement eingearbeitet und noch ein paar Dinge mehr. Auf einige bin ich stolz, auf andere könnte ich in der Rückschau verzichten. Aktuell arbeite ich als Coach, Trainer und demnächst auch als Mediator. Ich unterstütze Menschen dabei, ihre Konflikte produktiv zu lösen.

Da ich gern schreibe und zudem mein Singleleben in vollen Zügen genieße, ist die Idee zu dieser Seite entstanden: Sie ist eine Plattform, auf der sich Singles untereinander austauschen und vernetzen können, Anregungen für ihr Leben und Impulse für ihre persönliche Entwicklung finden können. Als offener Mensch freue ich mich, wenn du mir Rückmeldung gibst, Kommentare schreibst und dich in den Aufbau der Community einbringst.

In meiner Freizeit bin ich gern unterwegs. Ich gehe gerne in Kneipen, liebe Städtereisen, aber auch Ausflüge in die Natur. Sport ist weniger meins, dafür liebe ich gutes Essen, leckere Whisk(e)ys und di ganze Vielfalt der Biere – wo immer ich Station mache, halte ich nach lokalen Marken Ausschau. Musik fast jeden Genres ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, ebenso das Lesen.

Ansonsten engagiere ich mich sozial: Ich habe ein selbstverwaltetes Jugendkulturzentrum mit aufgebaut, das heute – fast 30 Jahre später – noch immer existiert. Mit aufgebaut habe ich eine Initiative, die sich um AustauschstudentInnen kümmert, war in den Bereichen Umweltschutz und Migration aktiv. Ich möchte eine Welt mitgestalten, die von Offenheit, Toleranz und Respekt geprägt ist.

Meine Erfahrung mit Paarbeziehungen ist schnell erzählt, denn eigentlich gibt es da nichts, das zu berichten wäre. Sicher, da waren ein paar kurze Episoden, doch die waren fast schneller zu Ende, als sie begonnen hatten. Ich denke, ich weiß, woran es jeweils gelegen hat, und entdecke da eine Konstante: mich. Es hat lange gedauert, bis ich bereit war, dies zu akzeptieren und die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Besonders schmerzhaft war hier die Zeit, als immer mehr Freundinnen und Freunde langfristige Paarbeziehungen eingingen und sich aus gemeinsamen Aktivitäten zurückzogen. Anfangs fühlte mich ausgeschlossen und regelrecht im Stich gelassen. Doch bald schon zeigten sich die Chancen, die sich mit gerade durch mein Alleinsein boten: Ich kann spontan tun und lassen, was ich will, und muss auf keines anderen Menschen Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Mein Mitgefühl ist bei denen, die das vor lauter partnerschaftlicher und familiärer Bindungen nicht können.

Natürlich herrscht deswegen bei mir nicht grundsätzlich eitel Sonnenschein. Ich kenne auch die Schattenseiten des Singlelebens, wenn niemand auf einen wartet. Wenn das Schweigen in der Wohnung an langen Wintertagen zu dröhnen beginnt. Wenn die Schulter zum Anlehnen fehlt, das kurze Wort, die kleine Geste zwischendurch. Wenn da Sehnsucht nach Nähe und Intimität ist, aber niemand, der diese Bedürfnisse stillen kann. Diese Zeiten sind hart, und auch sie gehören zum Singleleben.

Lasst sie uns annehmen, uns gegenseitig unterstützen und inspirieren!

Foto von Isabel Nunes-Šaj